




Wenn der Prozess der sensorischen Integration beeinträchtigt ist, kann dies durch neuropädiatrische Untersuchungen festgestellt werden. Eine solche Störung äußert sich sehr unterschiedlich und kann vielfältige Auswirkungen auf die Entwicklung und den Alltag eines Kindes haben.
Mögliche Hinweise auf eine sensorische Integrationsstörung sind unter anderem:
Vor Beginn der sensorischen Integrationstherapie erfolgt bei Ergotherapie Liel im Raum Wittlich, Manderscheid und Traben-Trarbach eine ausführliche Befunderhebung. Diese umfasst ein Gespräch zur sensomotorischen Entwicklung des Kindes, gezielte Beobachtungen sowie bei Bedarf spezielle Tests zur sensorischen Integration. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam mit Eltern und Kind individuelle Behandlungsziele festgelegt. Die Ergotherapie nutzt die Anpassungsfähigkeit des Nervensystems und die Eigenmotivation des Kindes, um durch gezielte sensorische und motorische Angebote die Wahrnehmungsverarbeitung zu verbessern. Die Therapie ist handlungsorientiert, am Entwicklungsstand des Kindes ausgerichtet und wird kontinuierlich an dessen Reaktionen angepasst, wobei insbesondere taktile, kinästhetische und vestibuläre Sinnesreize berücksichtigt werden.
Die Sensorische Integrationstherapie ist grundsätzlich für alle Altersgruppen geeignet. Besonders wirksam ist sie im frühen Kindesalter, da das Nervensystem und das Gehirn in den ersten Lebensjahren besonders formbar und lernfähig sind. Eine frühe Behandlung kann Entwicklungsauffälligkeiten gezielt beeinflussen und Folgestörungen vorbeugen. Werden sensorische Verarbeitungsstörungen erst später erkannt oder behandelt, kann die Therapie dennoch sehr erfolgreich sein, benötigt jedoch häufig mehr Zeit. Unbehandelte Schwierigkeiten können sich im Verlauf durch Vermeidungsstrategien, Kompensationen oder Verhaltensauffälligkeiten überlagern, was Diagnostik und Therapie erschwert. Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen lassen sich sensorisch-integrative Dysfunktionen durch ergotherapeutische Maßnahmen wirksam behandeln und verbessern.